Road tripping South Africa & Lesotho

Road tripping South Africa & Lesotho [DE]

3.800 Kilometer quer durch Südafrika und Lesotho. Von Johannesburg bis nach Kapstadt in (nur) 12 Tagen. Ja ich weiß, 12 Tage sind verhältnismäßig wenig und jeder, der mehr Zeit entbehren kann, sollte das auch auf jeden Fall tun. Für uns war es aber genau das Richtige und 12 Tage Roadtripping durch die wunderbare südafrikanische Landschaft war unerwartet erholsam. Ich hätte mir vor eineinhalb Jahren nicht erträumt, dass ich binnen kürzester Zeit zweimal den afrikanischen Kontinent betreten werde und vor allem nicht, dass innerhalb von einem Jahr zweimal nach Südafrika fliegen werde. Es hat mich erwischt. Vielleicht sollte ich es nicht Liebe auf den ersten Blick nennen. Vielmehr ist es eine „Love-Hate Relationship“ – im wahrsten Sinne des Wortes. Es ist eine andere Welt in die man eintaucht, die man auf sich wirken lassen muss. Eine Welt, die eigene Spielregeln hat und in der man das Gewohnte schnellstmöglich vergessen sollte. Was zu Hause richtig und wichtig ist, wird in (Süd-) Afrika obsolet bzw. verstärkt sich. Wenn man sich seines Umfelds bewusst wird, weiß zu welcher Tages und Nachtzeit man sich im Freien aufhalten sollte bzw. nicht sollte, weiß, welche Situationen man vermeiden sollte und darauf achtet, dass man nicht gerade wie der reichste Tourist aussieht und ein Auge (oder besser beide Augen) auf seine Wertsachen hat, dann ist man relativ sicher. Wenn man die Spielregeln verinnerlicht, saugt man Afrika automatisch auf. Man fühlt sich wohl. Es ist, als würde man hierhin gehören, als wäre man ein Teil von Südafrika. Ja, auch als weißer – denn Südafrika gehört zu den Ländern mit der höchsten Vielfalt and Ethnien. Auch als weißer nicht Südafrikaner kann man sich zu einem kleinen Teil dazugehörig fühlen.

Nachdem ich in meinem Auslandssemester nur die Küste Südafrikas und Teile des westlichen Inlandes gesehen hatte, wollte ich beim zweiten Mal unbedingt mehr vom Osten sehen. Wenn man seine Reise nach Südafrika plant, ist es unglaublich wichtig, die Distanzen nicht zu unterschätzen. Wenn es einem egal ist, dass man auch einmal 12 Stunden im Auto sitzt und dabei die Landschaft genießt, kann man auch einmal mehr Kilometer am Tag einplanen. Am einfachsten reist man mit einem eigenen Mietauto. Man ist flexibel und auch wenn man den Linksverkehr nicht gewohnt ist, hat man den Straßenverkehr relativ schnell durchschaut. Und auch in Sachen Kosten lohnt sich ein Mietauto alle mal. Vorsicht ist allerdings geboten: Wenn möglich sollte man auf jeden Fall eine Reifen,- Glas,- Unterboden- und Einbruchversicherung bei der Autovermietung abschließen. Solch Versicherungen können schon einen ziemlichen Kostenblock bei der Vermietung verursachen, aber sicher ist sicher. Wenn ich das sage, weiß ich von was ich rede. Es kann schon ziemlich nervenraubend sein, wenn man sich immer genau überlegen muss, ob man diese und jene Straße fahren kann, ob dieser und jener Parkplatz sicher ist oder dass man immer sicherstellen muss, dass keine Wertgegenstände im Auto sind (bzw. sichtbar sind). Wer aber flexibel reisen will, wird um ein Auto nicht herumkommen. Wer wirklich Abenteuer abseits der beliebten Straßen erleben möchte, mietet sich am besten ein 4×4 oder 4×2. Sicheres Fahren ist natürlich nie garantiert, aber ein größeres Auto bietet einem durchaus mehr Spielraum.

Unsere Reise begann in Johannesburg und endete in Kapstadt. Man kann aber natürlich auch von Kapstadt bis nach Johannesburg fahren. Wir hatten Glück und konnten einen relativ günstigen Gabelflug (Wien-Johannesburg; Kapstadt-Wien) buchen. So sparten wir uns einen Inlandsflug von Kapstadt nach Johannesburg. Von Johannesburg aus ging es für uns südlich Richtung Drakensberge. Ganz oben auf unserer Liste stand das Amphitheater im Royal Natal National Park in den nördlichen Drakensbergen.

Northern Drakensberg: Die Nacht verbrachten wir auf dem Campingplatz des Amphiteatre Backpacker Hostels. Schon alleine die Fahrt von Johannesburg dorthin war einfach nur Wahnsinn. Auch wenn es bereits finster war und wir kaum (bis gar nicht) die Landschaft sehen konnten, erahnten wir schon die traumhafte Bergkulisse. Die erste Nacht im Auto war abenteuerlich und ziemlich kalt, wurde aber mit einem atemberaubenden Sonnenaufgang belohnt. Bei frischgebrühten Kaffee (in meiner Aeropress, die ich ab dem ersten Mal ins Herz geschlossen habe) starteten wir den Tag. Und wären wir nicht mit dem Auto unterwegs gewesen, bzw. hätten nicht im Auto geschlafen wäre eine Nacht im Hostel sicherlich nicht verkehrt gewesen. Das gesamte Anwesen ist einfach wie für Backpacker gemacht. Wo findet man schon bitte eine indoor Boulderwand neben der Bar und gleich daneben einen Whirpool und eine Saune…pretty cool. Vielleicht beim nächsten Mal! Sportlich gingen wir den ersten Tag in SA an. Vom Campingplatz aus ging es zum Royal Natal National Park, von wo aus man diverse Wanderungen zum/auf/rund um das Amphiteater zu machen. Auch wenn die Bergkette des Amphiteaters bei unserer Ankunft noch in Wolken gehüllt war und sich die Wolken auch nur langsam lichteten, war der Anblick vom Plicemans Head ziemlich spektakulär. Wer natürlich das Amphiteater besteigen will, muss ein paar Tage mehr einplanen. Allerdings hatte es unsere 3 Stündige Wanderungen auch in sich. Vorsicht vor Baboons, genug Wasser einpacken und Sonnencreme nicht vergessen!

Lesotho: Ok, richtig gesehen ist das Königreich Lesotho nicht Südafrika. Das unabhängige Land ist zwar in Südafrika, gehört aber politisch nicht dazu. Für mich ists aber doch auch irgendwie Südafrika…und doch auch irgendwie nicht. Geografisch ist es Südafrika, aber jeder der bereits einmal in Lesotho war wird mir zustimmen, wenn ich sage: es ist einfach nicht wie Südafrika. Weder die Landschaft, noch die Bewohner, noch die Städte, noch die Infrastruktur. Es ist anders, ganz anders. Noch viel mehr als Südafrika zu Europa. Es ist, als würde man eine Zeitreise ins Mittelalter machen, wenn man die Grenze überquert hat. Und auch wenn es so viele Unterschiede gibt und Lesotho nicht das klassische Südafrika-Safari Feeling bietet, ist es eine Reise allemal wert. Rückblickend muss ich sagen, dass es für mich sogar mehr Afrika geboten hat, als Südafrika. Gäbe es dort auch noch die Big Five, wäre Lesotho einfach perfekt. Unendliche Weiten, freundliche Einwohner (wirklich, wir haben uns so safe gefühlt), Steppe, einsame & karge Landschaft, Gebirge, abenteuerliche Straßen und eine große Portion Nichts. Zwei Tage Lesotho waren genug Zeit, um im Auto den Nord/Westen und Teile des Landesinneren zu erkunden. Folgt man anderen Reisevorschlägen findet man oft die Überquerung des berühmten Sanipasses. Da dieser sich allerdings im Süden des Landes befindet und wir vom Norden eingereist sind (Pass nicht vergessen und eine Straßenkarte ist auch super hilfreich, gerade wenn man kein Internet hat), haben wir eine Strecke gewählt, die uns ermöglich hat so viel wie möglich vom Land zu sehen. Vom Grenzübergang bei Fouriesburg (SA) ging es nach Butha-Buthe und von dort aus auf ging es auf den Mothae Pass (3346 m). Wenn ich an diese Fahrt zurückdenke bekomme ich immer noch Gänsehaut. Abenteuer und Gelassenheit zugleich. Klar, die nicht vorhandene Beschilderung im ganzen Land und die Straßenverhältnisse (Achtung vor Steinschlag, Schnee und Eis und nicht asphaltierten Straßen), haben uns ab und an ziemlich Kopfzerbrechen bereitet. Aber die Aussicht und die unglaubliche Landschaft überwiegen dann doch. Nachdem wir den Pass „bezwungen“ hatten, war der Kaffee mehr als richtig. Warme Jacke und eine Mütze einpacken, in Lesotho kanns schon richtig kalt werden, auch im Sommer! Die erste Nacht verbrachten wir am Campingplatz der Semonkong Lodge. Unbedingt die Zeitangaben auf der Homepage beachten. Generell in ganz Lesotho gilt: Zeit einplanen. Kilometerangaben werden einfach obsolet und für 40 km kann man schon mal mehrere Stunden brauchen. Die Fahrt nach Semonkong schien unendlich. Stundenlang (!!!) nichts. Wirklich nichts. Vielleicht einmal ein Ritter auf einem Esel (yes, I am not kidding! – hab doch gesagt, Mittelalter), Schafherden oder Pferde. Es begegnet einem kein Dorf (also den Tank vom Auto übervoll auffüllen), keine Strommasten, keine Hütte, einfach nichts. Schön zu wissen, dass es noch so etwas wie unberührte Natur gibt. In Semonkong angekommen folgt man der Beschilderung (ja, hier gab es dann ziemlich klare Richtungsanweisungen zur Lodge), darf man sich nicht vom typischen afrikanischen Slum verunsichern lassen. Man ist richtig gefahren, muss nur noch versuchen nicht in den Schlammpfützen stecken zu bleiben. Den Berg runter und schon steht man vor der schlossartigen Lodge. Für alle Pferdeliebhaber unter uns (ich gehöre ja nicht dazu, aber meinem Freund zu liebe habe ich mich dann doch für einen Ausritt breitschlagen lassen): Lesotho bietet die besten Voraussetzungen für einen Pferdeausritt. Für uns gings zum höchsten Wasserfall in Lesotho. Ziemlich beeindrucken, die gesamte Pferdeaktion. Unser nächstes „Zelt“ hatten wir dann in Malealea aufgeschlagen, nachdem wir den Gates of Paradise Pass passiert hatten. Bei Malealea bleibt mir einfach der Atem weg. Malealea ist ein Paradies auf Erden. Ungelogen! Und hätten wir mehr Zeit gehabt (oder für immer), ich wäre einfach dort geblieben. Hätte mit Blick auf die Rosen und die dahinterliegenden Berge den Sonnenaufgang bei kräftigen Kaffee genossen. In der Hängematte liegen, den ganzen Tag und lesen. Die Seele baumeln lassen und am Abend der lokalen Band und dem Chor zugehört und die afrikanischen Vibes auf mich wirken lassen. Ein unberührtes, friedliches Plätzchen auf Erden.

Hogsback: Die Fahrt von Malealea zurück nach Südafrika und Hogsback wird ewig in meiner Erinnerung bleiben, wird hier auf dem Blog aber nicht im Detail erzählt. Soviel kann ich sagen: Danke lieber Gott, dass wir diesen Tag überlebt haben (alles muss Mama ja doch nicht wissen, wenn ihr versteht was ich meine). In Hogsback war ich ja bereits letztes Jahr, als ich mich auf zur Wildcoast gemacht habe. Mit Hogsback verbinde ich ganz besondere Erinnerungen. Noch bevor ich zum ersten Mal nach Südafrika geflogen bin, wusste ich, ich muss nach Hogsback. Ich muss diese magische Landschaft sehen und ich muss unbedingt in der Badewanne von Away with the Fairies sitzen. Jeder der mich kennt weiß, dass wenn ich mir mal etwas in den Kopf setze, dass ich es dann auch eigentlich immer umsetze. Mein Freund kannte die Badewanne auch schon, von seinem ersten Hogsback-Erlebnis. Nachdem wir beide einfach hin und weg waren von dem kleinen Bergdorf südlich von Südafrika, entschieden wir uns auch dort Halt zu machen. Es mag vielleicht für den einen oder anderen merkwürdig erscheinen, dass man innerhalb von einem Jahr zweimal zum gleichen Ort fährt. Das wäre es für mich vor ein paar Jahren sicherlich auch noch gewesen und so ganz habe ich meine Großeltern nie verstehen können, warum sie jedes Jahr an den gleichen Ort in den Urlaub gefahren sind. Naja, manche Dinge ändern sich nun mal (mit dem Alter) und wenn man einen Ort ganz besonders ins Herz geschlossen hat, dann muss man einfach öfter hin. Ende der Geschichte. Wir verbrachten die Nacht am Campingplatz im Auto und konnten unseren kleine Rausch ausschlafen (der zurückzuführen war zur doch sehr abenteuerlichen Autofahrt von Lesotho nach Hogsback)genossen ein hammer Katerfrühstück im Butterly In und gönnten uns zum Hogsback-Abschluss noch eine heiße Wanne zu zweit. Also: ganz egal ob solo oder zu zweit, in die Wanne muss man einfach, wenn man in Hogsback ist. Ganz egal bei welchem Wetter!

Addo Elephant Park: Nachdem sich letztes Jahr bei mir eine große Elefantenliebe entwickelt hat, mussten wir einfach in den Addo Elefant Park fahren. Ich war zwar letztes Jahr schon dort, aber von den Dickhäutern kann man einfach nicht genug bekomme und die Landschaft ist einfach nicht vergleichbar mit anderen Teilen des Landes. Wo wir wieder beim Thema Vielfältigkeit in Südafrika wären. Nachdem wir Hogsback auf Wiedersehen (ja, ich komme wieder, keine Sorge) gesagt hatten, fuhren wir bis ans südliche Ende vom Addo Elefant Park. Achtung für alle, die nur mit der Straßenkarte unterwegs sind: Der Addo Elefant Park ist zweigeteilt und nur ein Teil ist für Besucher geöffnet. Wenn man der Beschilderung folgt, kommt man auch nur zu dem öffentlichen Teil. Wenn man dann aber einen Blick auf die Karte wirft, weiß man natürlich nicht auf Anhieb in welchem Teil man sich jetzt tatsächlich befindet. Bzw. wenn man auf der Suche nach seiner Unterkunft ist, denn Campingplätze gibt es schon ein paar (auch wenn etwas teurer, je näher am Park). Wir hatten dann doch auch Internet und konnten uns so ganz gut zurechtfinden. Für alle anderen gilt: vielleicht beim Gate fragen, wo man sich denn jetzt befindet um Verwirrung zu vermeiden. Wir campten relativ nahe am Parkeingang auf einem Campingplatz und mussten somit zwar schon auch früh, aber nicht zu früh aufstehen um rechtzeitig am Parkeingang zu sein. Bei (fast) jedem Park in Südafrika, wo man die Big Five sehen kann, gilt: rechtzeitig am Gate sein um nicht unbedingt ganz hinten in der Autoschlange zu stehen. Aber Garantie gibt’s dafür leider keine. Noch einmal in den Addo zu fahren hat sich so was von gelohnt! Ich bin gefahren (muhaha…) und hatte somit die volle Game Drive Experience. Mit 40 km die Stunde durch den Park – es dauerte ca. zwei Stunden (und eine Kaffeepause), bis wir die ersten Elefanten sahen. Ich konnte es fast nicht glauben wie viele Babyelefanten wir sahen. Die Bilder sprechen für sich. Ich bekomme einfach nicht genug davon. Ich freue mich jetzt schon auf meinen nächsten Addo Besuch. Im Addo leben ca. 600 Dickhäuter, was eine ziemlich annehmbare Zahl ist, wenn man bedenkt, dass im Gründerjahr vom Park in den 70er Jahren nur noch 6 Elefanten in Südafrika lebten und diese dort ihr zuhause gefunden haben.

Prince Albert/Central Karoo & Little Karoo: Eigentlich war Prince Albert nur als Zwischenstopp gedacht. Nachdem die Strecke vom Addo Elephant Park bis zu den Cederberg Mountains einfach zu lange ist, wollten wir ein ruhiges Fleckchen zum Campen in der Central Karoo haben. Doch dass uns Prince Albert dann so gut gefallen hat und es sich nicht nur als rationaler Zwischenstopp entpuppt hat, zeigen die Bilder auf unserer Kamera…wir haben fast keine gemacht, weil wir einfach nur entspannt haben, gefahren sind und das Fahren so durch und durch genossen hatten, dass wir auf das Fotografieren total vergessen haben. Die Landschaft war für uns beide zwar nicht neu (Big big big Karoo Love!!!), aber vor allem die Strecke vom Addo nach Prince Albert was traumhaft schön und für uns neu. Wir fuhren zwar nicht über den wohlbekannten Swartberg Pass (da wir keinen 4×4 hatten und wir aus unseren Fehlern der Tage davor lernen wollten), aber auch die Parallelstraße hat einiges geboten. Auf einem abgelegenen Campingplatz, ca. 10 Minuten Autofahrt vor Prince Albert. Vor unserer Weiterreise am nächsten Tag haben wir uns die Zeit genommen und das kleine Städtchen genauer anzusehen. Wir schlenderten durch die Straßen, holten uns frisches Gebäck für die Weiterreise, genossen einen Kaffee in einem der entzückenden Cafés im Kolonialstil und fingen an, uns auf Stellenbosch zu freuen. So ähnlich ist Prince Albert mit unserem ehemaligen zuhause. Süße, bunte, alte und neue Häuser, ein Flair noch von alten Zeiten, nette Geschäfte und Cafés. Der einzige Unterschied: es schien, als hätten sie es hier in der Central Karoo geschafft. Schwarz und Weiß „friedlich“ miteinander. Keine eingezäunten Häuser und neidischen Blicke von anderen. Ich kann mich natürlich auch sehr gut irren und über dieses Thema zu sprechen (vor allem mit Südafrikanern) ist eine sehr heikle Angelegenheit, in die ich mich nur ungerne „einmischen“ möchte. Ich kann nur von meinem Bauchgefühl sagen: ich habe mich wohl gefühlt. Natürlich gilt auch in der Central Karoo: keine Wertgegenstände im Auto liegen lassen und das Bargeld gut an seinem Körper verstauen. Aber irgendwann ist das Routine und man merkt gar nicht mehr, dass man mit seinen Wertgegenständen anders als zu Hause umgeht.

Cederberg Moutains: Mein Herz tanzt vor Freude, wenn ich an die Fahrt von Prince Albert zu den Cederberg Mountains denke. Die little Karro, ein Fleckchen Erde, so unbeschreiblich schön und bei dem Gedanken, dass dieses Gebiet bereits 500 Millionen Jahre alt ist, relativieren sich wieder all meine persönlichen Probleme. Das menschliche Leben ist im Verhältnis dazu einfach nur ein kleiner Klacks im Universum. Um die Karoo zu beschreiben reichen eigentlich zwei Worte: Dürre & Berge. Die Umgebung wirkt wie ein ewiges Nichts, wenn man die langen Straßen entlangfährt. Nicht aber zu vergleichen mit dem Nichts in Lesotho, wo wir nicht einmal Strommasten hatten. Das gibt es in der Karoo dann doch, auch findet man ab und an ein paar Häuser und nachdem die Strecke die wir gefahren sind, auch für LKW-Fahrer eine beliebte Strecke ist, mussten wir auch hin und wieder andere Fahrzeuge überholen. Das wars dann aber auch schon wieder. Je näher wir den Cederberg Mountains kamen, umso mehr verspürten wir beide dieses wohlig warme Gefühl von „zu Hause“. Die Straßenkarte wurde auf einmal nicht mehr gebraucht, weil mein Freund den Weg noch von unserem ersten Cederberg Mountain Urlaub letztes Jahr kannte. (Wenn ich das schreibe, muss ich schmunzeln – wow, wir waren jetzt wirklich schon zweimal in den Cederbergen). Um dann aber doch etwas Abwechslung ins Programm zu bringen, entschieden wir uns spontan bei den heißen Quellen von The Baths, Natural Hot Springs in Citrusdal vorbeizufahren und die Bäder dort auszukundschaften. Diese eine Stunde in den heißen Becken waren unglaublich erholsam – nach vielen Tagen Autofahrt und Abenteuer war diese kleine Spa-Session mehr also nötig. Nachdem unsere Lebensgeister zurückkehrten machten wir uns auf den Weg, Lebensmittel für die nächsten Tage einzukaufen. Das tolle an unserer Reise war, dass wir doch sehr gut ausgestattet waren was Campingequipment anbelangt und wir wirklich sehr gut gekocht haben, auch auf unserem kleinen Gaskocher. Für die Cederberge Mountains (wie auch bei unserer ersten Reise buchten wir uns das große Safarizelt im Gecko Creek), deckten wir uns reichlich mit Lebensmittel und Getränken ein, denn dort gibt es weit und breit kein Lebensmittelgeschäft und tankten noch einmal das Auto voll, denn Tankstelle findet man dort auch keine. Zwei Gates trennen die Hauptstraße und die Unterkunft. Dazwischen Schotterstraße. Ich sehe es noch vor mir, als wäre es erst gestern gewesen, dass wir diesen Weg gefahren sind. Mit Cider in der Hand (ja ich weiß, trinken und Autofahren, das macht man nicht – aber dort kann man sich das schon einmal erlauben), Musik und einem riesen Grinser im Gesicht, fuhren wir zu unserer Unterkunft. Wir waren wieder da. Unglaublich. Unbeschreiblich und auch irgendwie surreal. Wir verbrachten zwei wunderbare Nächte in unserem Safarizelt, träumten unter dem klaren Sternenhimmel, lachten und sangen und spielten Gitarre (zumindest mein Freund) beim Lagerfeuer, genossen den Sonnenuntergang der die umliegenden Berge in ein Feuerrot taucht und machten eine kleine Wanderung zu den naheliegenden Höhlenmalereien. Die Cerderberg Mountains bieten alles, was das Wander- und Kletterherz begehrt. Von leichten Eintages- bishin zu Mehrtageswanderungen und Kletterrouten ist alles dabei. Bei unserer ersten Reise wanderten wir zur Wolfberg Arch, dieses Mal entschieden wir uns für eine weitaus kürzere Wanderung und besuchten die Stadsaal Caves und Rock Paintings. Beide Touren haben ihren Charme und je nachdem wie viel Zeit man hat, sollte man auf jeden Fall versuchen, eine davon zu machen.

Lamberts Bay/ Paternoster/ West Coast: Auf unserer Reise lief alles so am wie Schnürchen, dass ja irgendwann mal der Wendepunkt kommen musste. Oder zumindest, dass mal was so richtig danebengehen musste. Ich glaube, mehr noch als auf Hogsback, den Addo Elephant Park und die Cederberge freuten wir uns das Open Air Restaurant in Lamberts Bay. Frischer Fisch direkt aus dem atlantischen Ozean aufs Teller. Der einzige Zwischenstopp: der Koch. Ungelogen, so frisch und gut gegessen hatte ich davor noch nie. Die Erwartungen waren so groß, dass die Enttäuschung noch viel größer war als wir feststellen mussten, dass das Muisbosskerm nicht geöffnet hatte, zumindest nicht an dem Tag, an dem wir essen gehen wollten. Tja, das saßen wir dann, hungrig, unsere Füße zum ersten Mal seit dieser Reise im feuchten Kiesstrand. Da waren wir durch das ganze Land gereist um frischen Fisch zu essen und mussten feststellen, dass manche Dinge womöglich nicht wiederholt werden können. Wir halten an dieser einen wunderbaren Erinnerung fest. Auf der Suche nach einem Ersatz fürs Mittagessen fuhren wir die Westküste entlang bis nach Paternoster. Die Fahrt war wieder einmal traumhaft schön, auch wenn sie geprägt war von zwei hungrigen Mägen. Wir fanden dann in Paternoster ein nettes Restaurant, auch direkt am Strand und Meerblick, aber mit dem Essen in Lamberts Bay kann es einfach nicht mithalten.

Stellenbosch: Ach mein liebes Stellenbosch. So groß die Vorfreude war, so schnell wurde diese zunichte gemacht, nachdem wir feststellen mussten, dass in unser Auto (welches in einer überwachten Tiefgarage stand) eingebrochen wurde. Mein Rucksack samt wichtigen (aber zum Glück nicht überdrüber wichtigen) Dingen wurde gestohlen. Die große Frage nach dem WARUM? musste ich mir schenken und der Groll, Hass, die Wut und die Traurigkeit verflogen nur so langsam. Der Freitag war für mich allerdings gelaufen und ich konnte nicht einen einzigen der drei Flat White, auf die ich mich so sehr gefreut hatte, genießen. Da fährt man quer durchs Land, fühlt sich kein einziges Mal unsicher, passt immer richtig gut auf seine Sachen auf und dann ist man an der Westküste angekommen und bum. Einbruch. Diebstahl. Mittlerweile hab ichs verdaut und denke mir: hoffentlich hat’s die Person in meinem neuen Schlafsack gut. In Stellenbosch wollte ich unbedingt in einer richtig feinen Unterkunft schlafen und nicht im Auto. Wir fanden die Oliven und Lavendel Farm „Le Verger“ und fühlten uns vom ersten Moment an pudel wohl (ok, ich vielleicht nicht, weil ich meinen Frust über den Diebstahl erst mal an den Mann und an die Frau bringen musste, danach war aber wieder alles einigermaßen gut und ich konnte meinen Aufenthalt bei Sara richtig genießen). Auch wenn die ersten Stunden in Stellies etwas überschattet waren, wir ließen es uns auf Weinfarmen, Restaurants, Gärten und Kaffees richtig gut gehen. Danke Peter Falke Wines, Bartinney, Uva Mira und Babylonstoren für die schönen Stunden. Und natürlich darf man eines nicht vergessen, etwas das was eigentlich unter den Top 10 Erlebnissen dieser Reise stehen müsste: wir konnten unseren Freund Thorsten in Stellies besuchen. Es ist einfach richtig schön zu wissen, dass man Freunde auf der ganzen Welt hat, auf die man zählen kann und die man besuchen kann. Wir hatten wirklich sehr schöne Stunden gemeinsam, haben viel gelacht und eine schöne Zeit zusammen verbracht. Bis wir uns wieder sehen!

Kapstadt und Bloubergstrand: Der krönende Abschluss unserer Reise – von Johannesburg bis nach Kapstadt – war der Blick auf den Tafelberg und Lionshead vom Bloubergstrand aus. Das Postkartenmotiv wollte ich unbedingt einmal live gesehen haben. Die Sicht war (fast) klar und auch wenn der Wind gigantisch geblasen hat, war das Gefühl gigantisch. Sand zwischen den Zehen und Meersalz im Haar. So konnte ich den Urlaub langsam ausklingen lassen und mich auf die Heimreise vorbereiten. 12 Tagen sind einfach so unglaublich schnell vergangen, waren dann aber doch genug Zeit um alles in sich aufsaugen zu können, Abenteuer und Ruhe zugleich zu genießen und vor allem: um gemeinsam Zeit zu verbringen. Es mag schon etwas heißen, wenn man 24/7 Zeit miteinander im Auto verbringt und sich Tag für Tag, Stunde für Stunde immer näher kommt. Noch näher als zu vor und es hat unserer Beziehung unglaublich gut getan. Die Reise ließen wir dann bei einem guten Flat White (den ich dann auch endlich genießen konnte) im Truth Café in Kapstadt ausklingen und revue passieren, ehe es zum Flughafen ging.

Südafrika – ich komme wieder. Wann, weiß ich noch nicht. Es gibt aber noch so viel zu entdecken und zu erleben.

Afrika wird immer ein Teil von mir bleiben, ganz egal, wie weit weg ich gerade bin!

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[ENG]

3,800 kilometres across South Africa and Lesotho. From Johannesburg to Cape Town in (only) 12 days. Yes, I know 12 days are relatively few and everyone who can spare more time should do so. But for us it was exactly the right thing to do and 12 days of road triping through the wonderful South African landscape was unexpectedly relaxing. A year and a half ago, I would not have dreamed that I would have entered the African continent twice within a very short time and, above all, that I would not have expected to fly twice to South Africa within a year. I got caught. Maybe I shouldn’t call it love at first sight. Rather, it is a love-hate relationship – in the truest sense of the word. It’s a different world to immerse yourself in. A world that has its own rules of the game and in which one should forget the familiar as quickly as possible. What is right and important at home becomes obsolete or even stronger in (Southern) Africa. If you become aware of your surroundings, know at which time of day and night you should or shouldn’t be outdoors, know which situations you should avoid and make sure that you don’t look like the richest tourist and have an eye (or rather both eyes) on your valuables, then you are relatively safe. When you learn the rules of the game, you automatically absorb Africa. One feels at ease. It’s like you belong here, like you’re part of South Africa. Yes, even as a whiter – because South Africa is one of the countries with the greatest diversity of ethnic groups. Even as a white non-South African, you can feel a small part of it.

After I had only seen the coast of South Africa and parts of the western inland during my semester abroad, I wanted to see more from the east for the second time. When planning your trip to South Africa, it is incredibly important not to underestimate the distances. If you don’t care that you sit in the car for 12 hours and enjoy the scenery, you can also plan for more kilometers per day. The easiest way to travel is to rent a car. You are flexible and even if you are not accustomed to driving on the left, you can see through the traffic relatively quickly. And when it comes to costs, renting a car is always worthwhile. Caution is advised, however: If possible, you should always take out a tyre, glass, underbody and burglary insurance at the car rental company. Such insurances can cause quite a lot of costs when renting, but surely is safe. If I say that, I know what I’m talking about. It can be quite annoying if you always have to think carefully about whether you can drive this and that road, whether this and that parking lot is safe or whether you always have to make sure that there are no valuables in the car (or are visible). But those who want to travel flexibly will not be able to get around a car. If you really want to experience adventures off the beaten track, you can rent a 4×4 or 4×2, safe driving is of course never guaranteed, but a bigger car offers more room for manoeuvre.

Our journey began in Johannesburg and ended in Cape Town. Of course you can also drive from Cape Town to Johannesburg. We were lucky and were able to book a relatively cheap open jaw flight (Vienna-Johannesburg; Cape Town-Vienna). This saved us a domestic flight from Cape Town to Johannesburg. From Johannesburg we headed south towards Drakensberge. At the top of our list was the amphitheatre in the Royal Natal National Park in the northern Drakensbergen.

Northern Drakensberg: We spent the night at the campground of the Amphiteatre Backpacker Hostel. The trip from Johannesburg alone was simply amazing. Even though it was already dark and we could hardly see the landscape, we could already sense the dreamlike mountain scenery. The first night in the car was adventurous and quite cold, but was rewarded with a breathtaking sunrise. We started the day with freshly brewed coffee (in my Aeropress, which I have closed into my heart from the first time). And if we hadn’t been on the road by car, or hadn’t slept in the car, a night at the hostel would certainly not have been wrong. The whole property is simply made for backpackers. Where can you find an indoor boulder wall next to the bar and next to it a whirlpool and a sauna… pretty cool. Maybe next time! Sporty we started the first day in SA. From the campsite we went to the Royal Natal National Park, from where we made various hikes to/around the amphitheater. Even though the amphitheatre’s mountain range was still shrouded in clouds on our arrival and the clouds were slowly clearing, the sight of Policemans Head was quite spectacular. If you want to climb the amphitheatre, you have to plan a few more days. However, it had our 3 hour hikes also in itself. Be careful of baboons, pack enough water and don’t forget to use sunscreen!

Lesotho: Ok, the Kingdom of Lesotho is not South Africa. The independent country is in South Africa, but it is not one of them politically. For me it’s South Africa somehow… and yet somehow not. Geographically it is South Africa, but anyone who has ever been to Lesotho will agree with me when I say: it is simply not like South Africa. Neither the landscape, nor the people, nor the cities, nor the infrastructure. It’s different, completely different. Much more than South Africa to Europe. It’s like going back in time to the Middle Ages when you crossed the border. And even if there are so many differences and Lesotho doesn’t offer the classic South Africa safari feeling, it’s definitely worth a trip. Looking back, I have to say that it offered me even more Africa than South Africa. If there were also the Big Five, Lesotho would be perfect. Infinite vastness, friendly inhabitants (really, we felt so safe), steppe, lonely & barren landscape, mountains, adventurous roads and a big portion of nothing. Two days in Lesotho were enough time to explore the north/west and parts of the country in a car. If you follow other itineraries you will often find the crossing of the famous Sanipass. However, since it is located in the south of the country and we arrived from the north (Pass not forgotten and a road map is also very helpful, especially if you don’t have an internet), we chose a route that allowed us to see as much of the country as possible. From the border crossing at Fouriesburg (SA) it went to Butha-Buthe and from there it went up to the Mothae Pass (3346 m). Thinking back to this trip, I still get goose pumps. Adventure and serenity at the same time. Of course, the lack of signs all over the country and the road conditions (attention to rockfall, snow and ice and not asphalted roads) have caused us a lot of headaches every now and then. But the view and the unbelievable scenery prevail. After we had “conquered” the pass, the coffee was more than right. Wrap a warm jacket and a cap, Lesotho can get really cold, even in summer! The first night we spent at the campsite of the Semonkong Lodge. It is imperative that you observe the times given on the homepage. In general, the following applies throughout Lesotho: Allow time. Mileage data simply become obsolete and for 40 km it can take several hours. The journey to Semonkong seemed endless. For hours (!!!) – nothing. Really nothing. Maybe once a knight or a donkey (yes, I am not kidding! – I said, Middle Ages), flocks of sheep or horses. There is no village (i. e. fill up the tank from the car!), no electricity pylons, no hut, nothing. It’s nice to know that there is still something like untouched nature. Arriving in Semonkong you follow the signs (yes, there were clear directions to the lodge) and you shouldn’t be unsettled by the typical African slum. You’ve driven correctly, just have to try not to get stuck in the mud puddles. Down the mountain and you’re already in front of the castle-like lodge. For all horse lovers among us (I’m not one of them, but to love my boyfriend I let myself be widened for a ride: Lesotho offers the best conditions for a horse ride. Together with one local guide, we went to the highest waterfall in Lesotho. Pretty impressive, the whole horse action. Our next “tent” was set up in Malealea after passing the Gates of Paradise Pass. When thinking about Malealea, I just can’t breathe. Malealea is a paradise on earth. Unfaithful! And if we had more time (or forever), I would have just stayed there. With a view of the roses and the mountains behind it, I would have enjoyed the sunrise with strong coffee. Lying in the hammock, all day long and reading. Let the soul dangle and listen to the local band and choir in the evening and let the African vibes work on me. An untouched, peaceful place on earth.

Hogsback: The journey from Malealea back to South Africa and Hogsback will remain in my memory forever, but is not told in detail here on the blog. So much I can say: Thank God that we survived this day (Mum doesn’t have to know everything, if you understand what I mean). I was already in Hogsback last year, when I went to the wildcoast. I associate Hogsback with very special memories. Before I flew to South Africa for the first time, I knew I had to go to Hogsback. I have to see this magical landscape and I have to sit in the bathtub of Away with the Fairies. Everyone who knows me knows that when I put something in my head, that I actually always turn it into reality. My boyfriend knew the bathtub from his first Hogsback experience. It may seem strange for one or two of them to go to the same place twice within a year. That would have been it for me a few years ago and I never really understood why my grandparents went to the same place for their holiday every year. Well, some things change with age and if you have a place in your heart, you just have to go more often. End of story. We spent the night at the campground in the car and could sleep out our little frenzy (which was due to the very adventurous drive from Lesotho to Hogsback) and had a hammered tomcat breakfast in the Butterly In and had a hot tub for two at the Hogsback conclusion. So: no matter whether solo or in pairs, you just have to get into the tub when you’re in Hogsback. No matter the weather!

Addo Elephant Park: After last year I developed a big love for elephants, we just had to visit to the Addo Elephant Park. I was there last year, but you just can’t get enough of the pachyderms and the landscape is simply not comparable to other parts of the country. Here we are again on the subject of diversity in South Africa. After we said goodbye to Hogsback (yes, I’ll be back, don’t worry), we drove to the southern end of Addo Elephant Park. Attention for those who only use the road map: The Addo Elephant Park is divided into two parts and only one part is open for visitors. If you follow the signs, you will only get to the public part. But if you take a look at the map, you don’t know immediately which part of the map you are in. If you are looking for your accommodation, there are a few campsites (even if a bit more expensive, the closer to the park). After all, we had internet access and were able to find our way around quite well. For everyone else, ask at the gate where you are to avoid confusion. We camped relatively close to the park entrance on a campsite and therefore had to get up early, but not too early to be at the park entrance in time. At (almost) every park in South Africa, where you can see the Big Five, it’s important to be at the gate in time, so that you don’t have to stand in the back of the queue of cars. But there’s no guarantee for that. Riding into the Addo again has been worth it! I was driving (muhaha…) and had the full game drive experience. With 40 km per hour through the park – it took about two hours (and a coffee break) until we saw the first elephants. I couldn’t believe how many baby elephants we saw. The pictures speak for themselves. I just can’t get enough of it. I am already looking forward to my next Addo visit. There are about 600 pachyderms in the Addo, which is quite a decent number considering that in the year of the park’s founding in the 70s only 6 elephants lived in South Africa and found their home there.

Prince Albert/Central Karoo & Little Karoo: Actually Prince Albert was only meant to be a stopover. After the distance from Addo Elephant Park to the Cederberg Mountains is simply too long, we wanted to have a quiet spot for camping in the Central Karoo. But the fact that we liked Prince Albert so much and it turned out to be not only a rational stopover is shown by the pictures on our camera… we didn’t take any because we just relaxed, drove and enjoyed the driving so much that we completely forgot to take pictures. The landscape wasn’t new for both of us (Big big Karoo Love!!!), but above all the route from Addo to Prince Albert was wonderfully beautiful and new for us. We didn’t drive over the well-known Swartberg Pass (because we didn’t have a 4×4 and we wanted to learn from our mistakes of the days before), but also the parallel road offered a lot. We spent the night on a remote campsite, about 10 minutes drive outside from Prince Albert. Before continuing our journey the next day we took the time to take a closer look at the small town. We strolled through the streets, got fresh biscuits for our journey, enjoyed a coffee in one of the charming colonial-style cafés and began to look forward to Stellenbosch. This is similar to Prince Albert with our former home. Sweet, colourful, old and new houses, a flair of old times, nice shops and cafés. The only difference: it seemed like they made it here in the Central Karoo. Black and white “peaceful” with each other. No fenced houses and envious looks of others. Of course, I can also be quite wrong and talking about this issue (especially with South Africans) is a very sensitive matter, and I would just not like to “interfere” with it. All I can say about my gut feeling is: I felt well. Of course, in the Central Karoo too: don’t leave any valuables in the car and store the cash well on your body. But at some point, however, this becomes routine and you don’t even realize that you are dealing with your valuables in a different way than at home.

Cederberg Moutains: My heart dances with joy when I think of the journey from Prince Albert to the Cederberg Mountains. The little Karro, a small place in the world, so indescribably beautiful and with the thought that this area is already 500 million years old, all my personal problems are put into perspective again. In relation to this, human life is just a small clack in the universe. To describe the Karoo, two words are actually enough: Drought & Mountains. The environment seems like an eternal nothingness when you drive along the long roads. But not to compare with the nothing in Lesotho, where we didn’t even have electricity pylons. That’s what you’ll find in the Karoo, there are also a few houses from time to time and since the route we’ve driven is also a popular route for truck drivers, we had to overhaul other vehicles from time to time. But that’s it, too. The closer we got to the Cederberg Mountains, the more we both felt this pleasantly warm feeling of “at home”. The road map was suddenly no longer needed because my boyfriend knew the way from our first Cederberg Mountain holiday last year. (When I write this, I have to smile – wow, we’ve really been to the Cederberge twice now). In order to bring a little bit of variety into the program, we decided spontaneously to drive past the hot springs of The Baths, Natural Hot Springs in Citrusdal and explore the baths there. This one hour in the hot pools was incredibly relaxing – after many days of driving and adventure, this little spa session was more than necessary. After our spirits returned, we set out to buy food for the next few days. The great thing about our trip was that we were very well equipped when it came to camping and we really cooked very well, even on our small gas cooker. For the Cederberge Mountains (as on our first trip we booked the big safari tent in Gecko Creek), we covered ourselves abundantly with food and drinks, because there is no grocery store there and we filled up the car again, because there is no petrol station there either. Two gates separate the main road and the accommodation. In between, gravel road. I can still see it before me as if it was only yesterday that we were driving this way. With cider in hand (yes, I know, drinking and driving, you don’t do that – but you can afford it there), music and a huge grinser on your face, we drove to our accommodation. We were back again. Incredible. Indescribable and somehow surreal. We spent two wonderful nights in our safari tent, dreamed under the clear starry sky, laughed and sang and played guitar (at least my boyfriend) at the campfire, enjoyed the sunset which plunges the surrounding mountains into a fire red and made a small walk to the nearby cave paintings. The Cerderberg Mountains offer everything a hiking and climbing heart desires. From easy one-day hikes to multi-day hikes and climbing routes, everything is included. On our first trip we went to Wolfberg Arch, this time we decided for a much shorter hike and visited the Stadsaal Caves and Rock Paintings. Both tours have their charm and depending on how much time you have, you should definitely try to do one of them.

Lamberts Bay/ Paternoster/ West Coast: On our trip everything went like clockwork so that the turning point had to come at some point. Or at least something really had to go wrong. I think even more than to Hogsback, Addo Elephant Park and the Cederberge we were looking forward to enjoyed the open air restaurant in Lamberts Bay. Fresh fish straight from the Atlantic Ocean to the plate. The only stopover: the chef. I’ve never eaten so fresh and so good before. Expectations were so great that the disappointment was even greater than we realized that the Muisbosskerm was not open, at least not on the day we were going to eat. Well, there we were, hungry, our feet for the first time since this trip in the wet pebbled beach. We had traveled all over the country to eat fresh fish and had to realize that some things might not be repeatable. We hold on to this one wonderful memory. In search of a substitute for lunch we drove along the west coast to Paternoster. The trip was once again a dreamlike experience, even though it was marked by two hungry stomachs. We found a nice restaurant in Paternoster, also directly at the beach and sea view, but with the food in Lamberts Bay it just can’t keep up.

Stellenbosch: Oh, my dear Stellenbosch. As much as the anticipation was great, it was quickly destroyed after we had to realize that our car (which stood in a supervised underground car park) had been broken into. My backpack and important (but fortunately not too important) things were stolen. Giving up the big question about WHY? and the resentment, hatred, anger and sadness faded away only slowly. Friday was ruined for me and I couldn’t enjoy one of the three Flat White I had been looking forward to so much. You drive across the country, don’t feel insecure at all, take care of your stuff and then you arrive at the west coast and bum. Burglary. Stealing. In the meantime I have digested it and I think: hopefully the person in my new sleeping bag will be fine. In Stellenbosch I wanted to sleep in a really fine accommodation and not in the car. We found the olives and lavender farm “Le Verger” and felt comfortable from the first moment on (ok, I might not, because I was to frustrated at the beginning, but after that everything was pretty good again and I could really enjoy my stay). Even though the first few hours in Stellies were somewhat overshadowed, we had a good time on wine farms, restaurants, gardens and coffee. Thank you Peter Falke Wines, Bartinney, Uva Mira and Babylonstoren for the beautiful hours. And of course one thing must not be forgotten, something that should be among the top 10 experiences of this trip: we could visit our friend Thorsten in Stellies. It’s just really nice to know that you have friends all over the world you can count on and visit. We had really nice hours together, laughed a lot and spent a nice time together. Until we meet again!

Cape Town and Bloubergstrand: The crowning glory of our journey – from Johannesburg to Cape Town – was the view of Table Mountain and Lionshead from Bloubergstrand. I definitely wanted to see the postcard motif live. The visibility was (almost) clear and even if the wind blew gigantically, the feeling was gigantic. Sand between the toes and sea salt in the hair. So I could let the holiday end slowly and prepare myself for the journey home. 12 days simply passed so incredibly fast, but then there was enough time to soak up everything, to enjoy adventure and tranquillity at the same time and above all: to spend time together. It may mean something if you spend 24/7 time together in the car and get closer and closer every day, hour after hour. Closer than before, and it was incredibly good for our relationship. We finished the trip with a good Flat White (which I finally enjoyed) at the Truth Café in Cape Town and went back to the airport.

South Africa – I’ll be back. When, I don’t know yet. But there is still so much to discover and experience.

Africa will always remain a part of me, no matter how far away I am!

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