Ein Sommer in Norwegen… [Arctic Circle on a shoestring]

Ein Sommer in Norwegen… [Arctic Circle on a shoestring]

[DE]

…ist voller Wind und Regen. Aber dazu später mehr.

Einmal ans Nordkap und wieder zurück

Wie so vieles in meinem Leben kam die Idee ans Nordkap zu fahren ziemlich spontan. Eigentlich war die ganze Reise eine ziemlich spontane und doch weit im Voraus geplante Idee (vor allem das Rückflugticket und das Mietauto hatten wir bereits Anfang des Jahres organisiert). Ich glaube es gibt nicht viele Menschen die sich so ohne weiteres darauf einlassen, mit mir drei Wochen im Auto, mit Rucksack und Zelt unterwegs zu sein. Drei Wochen, 24/7. Da muss die Freundschaft schon etwas ganz Besonderes sein, sonst hält man das doch nicht aus? Rückblickend auf unsere Reise im Arctic Circle muss ich sagen: der Roadtrip war viel mehr als nur 3000 Kilometer quer durch Nord-Norwegen, ans Nordkap, im Zickzack durch die Lofoten und von Bodo bis nach Trondheim. Es war eine Reise die unsere Freundschaft auf die Probe gestellt und auf eine andere Ebene gebracht hat. Dieser Urlaub war ein gebührender Abschluss meines Norwegen-Abenteuers, die längste Zeit die ich bis jetzt von zu Hause weg war. Und während ich diese Zeilen schreibe genieße ich den österreichischen Sommer, erhole mich von 24/7 Tageslicht und versinke in Gedanken an eine Zeit, die so anders war als das, was ich bisher in meinem Leben erlebt und gesehen habe und sich anfühlt, als wäre es bereits ewig her, dass ich den Norden Europas mein zu Hause nennen durfte.

Jetzt aber zum eigentlichen Teil dieses Beitrags. Wenn man an Norwegen denkt, kommt einem sofort in den Sinn, dass ein Urlaub eigentlich ziemlich unmöglich ist aus finanzieller Sicht. Das habe ich mir vielleicht allerdings nur ein, zwei Mal gedacht und auch nur dann, wenn es um das Mietauto ging. Vor weg muss ich sagen, wenn man keinen eigenen Campingwagen besitzt und sich dadurch ziemlich viel Geld ersparen kann, kommt man um ein Mietauto nicht herum. Das öffentliche Verkehrsnetz in Nord-Norwegen ist quasi „non existent“. Trotz dessen, dass das Mietauto gute €12000 gekostet hat, kam uns unterm Strich der Urlaub relativ günstig. Mit Zelt und wenig Anspruch an Verpflegung und Komfort kann man auch in Norwegen Geld sparen. Norwegen, bekannt für das Land des „Jedermannsrecht“ ermöglicht es einem, quasi überall wo nicht gerade „Campen verboten“ steht (und natürlich auf Privatgrund), sein Nachtlager aufzuschlagen. Aufgrund des doch sehr schlechten Wetters gönnten wir uns dann aber doch öfter als gedacht eine heiße Dusche und ein trockenes und warmes Bett. Von Jugendherbergen bis hin zu urigen alten Fischermannshütten findet man in Norwegen eigentlich alles, wenn auch sehr sporadisch. Wir waren noch in der Nebensaison unterwegs und deshalb ziemlich glücklich mit freien Zimmern – ich stelle es mir doch durchaus schwieriger vor in der Hochsaison ohne Reservierung im Voraus spontan etwas zu bekommen.

Unsere Reise begann in Djupvik am Lyngen-Fjord. Das Mietauto hatte Theresa in Tromso am Flughafen abgeholt und mich dann 300 Kilometer nördlich eingesammelt. Von dort aus ging es dann all the way up zum Nordkap. Dass die Via Scandinavia (E6) eine der bekanntesten Panoramastrecken Europas ist, kann ich nach dieser Reise durchaus bestätigen. Leider war das Wetter nicht gnädig mit uns – das Nordkap (das Geografische und nicht Touristische, welches auf 71° 11′ 08″ nördlicher Breite und ca. 1,5 Kilometer auf einer Landzunge versetzt liegt) konnten wir leider nur vom Auto aus bewundern. Ja wir hatten ziemlich Pech mit dem Wetter. Wenn schon ans Nordkap dann richtig, haben wir uns gedacht und außerdem wollten wir nicht die 30 Euro Parkgebühren bezahlen nur um einmal kurz das falsche Ende der Welt zu sehen. Nachdem uns der Regen einen Strich durch die Rechnung gemacht hat gab es als Erinnerungsfoto nur ein kurzes Selfie mit einem Straßenschild. Lustig wars trotzdem und gesehen haben wir‘s ja, das Ende von Europa. 

Mehr Glück mit dem Wetter hatten wir dann zwei Autostunden südlich, als wir zum Alta Canyon aufbrachen. Ein wunderschöner Wanderweg führt durch die Tundra der Finnmark zum größten Canyon Nordeuropas. Auch im Sommer muss man sich auf so einiges gefasst machen – die Wanderwege sind zum Teil sehr matschig, führen über Schneefelder und Flüsse (und wenn es in der Wegbeschreibung heißt, man muss den Fluss überqueren kann es durchaus auch sein, dass man seine Schuhe ausziehen und einen Kneipgang in Kauf nehmen muss). Der Ausblick auf den Canyon ist schon ziemlich beeindruckend, vorausgesetzt man findet den Aussichtspunkt. Ein Hoch auf die Norwegischen Wegschilderungen, die viel Fantasie und Orientierung voraussetzen (Hätte ich Theresa nicht dabeigehabt, wäre ich wahrscheinlich jetzt noch immer in Norwegen aufgrund mangelndem Orientierungssinn und/ oder hätte mich ganz bestimmt mehrfach verlaufen). Die ersten 14 Kilometer unserer Reise waren geschafft, inklusive Rentiersafari und halb eingefrorenen Zehen.

Warum eigentlich nicht? Ein Abstecher nach Finnland

Folgt man der Via Scandinavia vom Nordkap in den Süden (ich wiederhole mich gerne, einfach ein Traum – das Panorama das man während der Autofahrt genießen kann, vor allem entlang des Lyngen-Fjords ist einfach atemberaubend) und behält den Straßenverlauf im Auge, stellt man fest, dass die finnische Grenze nicht weit entfernt liegt. Ja und nachdem die Wettervorhersage für die nächsten Wochen nicht wirklich zum Wandern auf den Lofoten eingeladen hat, änderten wir spontan die Pläne und wagten uns ins Nachbarland. Nachdem wir beide getrennt von einander ein Semester in Finnland studiert hatten, war es für uns wie eine Art „nach Hause kommen“. In Kilpisjärvi angekommen gönnten wir uns Korvapuusti (finnische Zimtschnecken) und schlugen unser Zelt am nahegelegenen Kilpisjärvi See auf. Viel zu sehen gibt es in der Gegend leider nicht, aber wer im Winter auf Nordlichtjagt gehen möchte ist hier definitiv richtig aufgehoben: weit und breit keine Zivilisation oder Streulicht. Die besten Voraussetzungen um die magischen Lichter am Himmel zu bestaunen.

Cappuccino in Harstad

Nimmt man den Landweg Richtung Lofoten kann man schon einen Abstecher nach Harstad bzw. Trondenes einlegen, wo sich die älteste Steinkirche Nordnorwegens befindet. Ja und weil das Wetter mal wieder richtig toll war, haben wir es uns vor dem Kirchenbesuch in einem Kaffeehaus gemütlich gemacht und ich habe mir einen richtig guten und teuren Cappuccino gegönnt. Frustcappuccino quasi. Aber ich denk mir, solange es nicht Alkohol war…

Bis nach °A, dem Arsch der Welt

Unsere Zeit auf den Lofoten ist eigentlich das Paradebeispiel dafür, dass Pläne nicht immer so verlaufen wie man es sich vorgestellt hat. Aus zwei Wochen Wanderurlaub wurden zwei Wochen Inselerkundung der Extraklasse. Wir kennen jetzt ganz bestimmt jede Straße und jedes Steinchen. Dass die Lofoten weltbekannt sind hat ihren Grund. Eine unglaublich faszinierende Inselgruppe (fast 80 insgesamt) reiht sich westlich vom Festland, wovon wir auf den drei Hauptinseln unterwegs waren. 600 Millionen Jahre alt ist die Region und bietet neben unglaublichen Panoramastraßen und weißen Sandstränden unzählige Wanderungen und Kletterrouten, Fischerdörfchen und Natur. Ganz viel Natur. Glücklicherweise sind die Distanzen auf den Lofoten nicht mehr so extrem wie im Rest des Landes, was es uns ermöglichte quasi im Zickzack auf und ab zu fahren in der Hoffnung, dem schlechten Wetter etwas zu entkommen. Sieht man sich die Wetterstatistik der Lofoten an, sollte es eigentlich im Vergleich zu den anderen Monaten im Mai und Juni am wenigsten regnen. Vielleicht hatten wir einfach nur Pech, oder es war wirklich verhältnismäßig wenig, dann möchte ich aber nicht wissen wie durchwachsen die verbleibenden 10 Monate des Jahres sind. Auf jeden Fall wurden jeden Tag mindestens zwei Schichten angezogen (Thermounterwäsche inklusive) – der Regenschutz und die Mütze durften natürlich auch nicht fehlen. Memo an mich an dieser Stelle: Regenhose kaufen! Und so fuhren wir jeden Tag von Plätzchen zu Plätzchen, wagten uns an Wanderungen heran, besuchten Museen, aßen haufenweise Kanelschnüre (norwegische Zimtschnecken) und genossen die Einsamkeit der Zweisamkeit. Und weil es einfach einfacher ist, hier nun eine kleine Aufstellung der Dinge, die man auf den Lofoten gemacht und gesehen haben muss (ganz egal wie das Wetter ist – man muss es einfach machen

  • Svlovaer: Wanderung auf den Glomtinden. Auch wenn der Gipfel leicht und schnell erreicht ist, die Aussicht auf die Gebirgsketten der Lofoten und das Dörfchen Svolvaer ist herrlich und gerade zum „Aufwärmen“ eine schöne Tour.
  • Henningsvaer: Klettercafé und Kerzencafé (wenn man nicht gerade zum Klettern in den Lofoten ist und Henningsvaer als Ausgangspunkt für diverse Klettereien nutzt). Das kleine Fischerdörfchen bietet wie so viele in den Lofoten Bilderbuchaussichten und Einblicke in das Fischereigeschäft (getrocknete Kabeljaue in Hülle und Fülle, Fischgeruch inklusive).
  • Eggum: Küstenwanderung von Eggum nach Unstad (eigentlich wollte ich ja in Unstad surfen gehen, aber ich gehe nicht bei jedem Wind und Wetter ins kalte Nass). Auch wenn die Wanderung als „Beach hike“ angegeben ist, der Weg ist weit entfernt von einem gemütlichen Strandspaziergang. Zum Campen ist es in Eggum auch sehr schön – man bezahlt zwar 10 Euro für einen Stellplatz/ Zeltplatz, hat aber eine sichere, ruhige und wunderbare nördliche Bucht, die zum Mitternachtssonne-Anbeten einlädt (vorausgesetzt, der Himmel ist klar, was bei uns leider nicht der Fall war).
  • Bostad: Wikingermuseum. Schlechtwetterprogramm und/oder Schönwetterprogramm. Prädikat wertvoll. Auf jeden Fall sehenswert! Auch wenn ich vor meiner Norwegenreise nicht wirklich viel mit der Geschichte der Wikinger anfangen konnte, hat mich das Museum wirklich umgehauen.
  • Bostad: Wanderung auf den/die Handbergstinden. Und wer mit einem Museumsbesuch noch nicht genug Programm hat (rein theoretisch kann man ja 24 Stunden unterwegs sein, weil – finster wird’s ja nicht), kann auch noch die wunderbare Wanderung auf den/die Gipfel der Handbergstinden nebenan angehen. Generell muss man sagen, dass man auf den Lofoten meistens um die 500 Höhenmeter zurücklegt, hier aber schon mit einem wunderbaren Panorama belohnt wird.  Die 360° Aussicht auf den Hanbergstinden auf Fjorde, dem offenen Meer und Gebirgszüge lässt einem auch dem Wettergott verzeihen.
  • Fredvang: Wanderung zum Kvalvika Beach. Hoch gelobt und das auch aus gutem Grund. Auch bei schlechtem Wetter machbar, die Wanderung zum Kvalvika Beach. Ein atemberaubender weißer Sandstrand versteckt sich nach einer guten dreiviertel Stunde bergauf. Der Anblick lässt vermuten, dass im Hochsommer bestimmt viele ihr Nachtlager auf den umliegenden Wiesenstücken aufschlagen. Einfach ein Träumchen, dieser Kvalvika Beach.
  • Hauckland: Strand Strand Strand. Noch ein Strand den man auch beim Vorbeifahren mitnehmen sollte ist sicherlich der Hauckland Beach. Eigentlich ist dort Campen verboten – wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Oder so. Und wir haben ja auch im Auto geschlafen. Was tut man nicht alles für einen Strandspaziergang am Morgen (oder für einen Polardip – den die Theresa tapferer Weise in Hauckland hinter sich gebracht hat. Denn eines kann man sich hinter die Ohren schreiben: wenn man nicht mindestens einmal im Fjord schwimmen war, war man nicht in Norwegen).
  • Reine: Spaziergang durch Reine (wenn das Wetter mal wieder nicht mitspielt für Wanderungen). Das pittoreske Reine ist ganz egal bei welchem Wetter auf jeden Fall sehenswert. Reine ist vielleicht wohl das bekannteste Dörfchen auf den Lofoten, zumindest wenn es um Postkartenmotive geht.
  • Reine: Fähre nach Vindstad und Wanderung zum Bunest Beach. Wer noch nicht genug hat von einsamen Stränden sollte definitiv die Fähre von Reine nach Vindstad nehmen und zum Bunest Beach spazieren. Wie auf einem Pilgerweg spazieren unzählige Backpacker zu diesem versteckten, weiten Sandstrand. Liegt vielleicht daran, dass Bunest noch einfacher zu erreichen ist als Kvalvika.
  • Sandoja (nahe Fredvang): Ich wiederhole mich wenn ich sage, die Lofoten sind voll von weißen weiten Sandstränden. Dass wir in Sandoja gelandet sind, ist eigentlich nur dem Zufall zu verdanken. Nachdem wir auf der Suche nach einem Schlafplatz für die Nacht in Sandoja vor den „Campen verboten“ Schildern standen, beschlossen wir ein paar Tage später an dieses Fleckchen Erde zurückzukehren. Der offizielle Campingplatz ist ziemlich überteuert und nicht wirklich charmant, aber der Strand – ein Träumchen und durch die Nord-Lage ganz bestimmt auch ein wunderbarer Platz um die Mitternachtssonne zu bewundern. Wir waren was das angeht aber leider (wieder einmal) nicht glücklich.
  •  Sorvagen: Wanderung zur Munkebu Hütte und Hermannsdalstinden. Eine der längeren und sicherlich schönsten Wanderungen die wir gemacht haben (und ich behaupte jetzt einfach einmal, dass der Weg zur Munkebu Hütte und der weiterfolgende Aufstieg zum höchsten Berg der Südlofoten eine der schönsten Touren überhaupt ist). Eigentlich wäre geplant gewesen, auf der Munkebu Hütte zu übernachten und am nächsten Tag den Aufstieg auf die 1029 Meter zu wagen. Dreimal dürft ihr raten wer uns einen Strich durch die Rechnung gemacht hat und so ging es für uns nur bis zur Munkebu Hütte.
  • A: In einem urigen Fischhäuschen inmitten eines alten Fischerdörfchens (das umfunktioniert wurde zu einer Museumslandschaft) schlafen. Sprichwörtlich am Arsch der Welt angekommen gönnten wir uns zwei Tage eine warme Dusche und ein trockenes Bett. Das Wetter schrie nach Kulturprogramm und so verbrachten wir einige Stunden in dem Fischerdörfchen und lernten über die Kunst des Fischens. Und so ganz nebenbei verwöhnten wir uns mit warmen Kanelschnüren, die in der alten Fischerbäckerei frisch zubereitet wurden. Schlechtes Wetter hat auch seine Vorzüge.
  • Moskenes: Fähre nach Bodo. Unsere letzte Chance die Mitternachtssonne zu bewundern war auf dem Seeweg nach Bodo. Und dieses Mal war der Wettergott auf unserer Seite. Ein wunderbares und verstörendes Spektakel zugleich.

Zwischenstopp in Bodo, wo sich Flüsse in zwei Richtungen bewegen und Gletschereis gestreichelt werden kann.

Gut, Bodo gibt nicht wirklich viel her. Das ist aber auch wirklich nicht schlimm, denn eigentlich ist man in Norwegen ja wegen den Naturspektakel und nicht wegen Städtetrips (zumindest nicht in Nord- und Zentralnorwegen). Nachdem wir kurzerhand eigentlich alles gesehen hatten, was es in Bodo zu sehen gibt, machten wir uns auf dem Weg Richtung „Saltstraum“, welcher angepriesen wird als der stärkste Mahlstrom der Welt.  Der Gezeitenstrom ist sehenswert, vor allem dann, wenn sich die Strömung dreht (Achtung, gefährliches Halbwissen – hätte passieren sollen, wir haben es aber leider nicht gesehen – was wahrscheinlich daran liegt, dass wir einfach nicht darauf warten wollte und wir schon ziemlich begeistert von den Strudeln waren, die sich aufgrund des Zusammentreffens von Ebbe und Flut gebildet hatten). Ein Highlight unserer Reise und auch ein ziemlich schöner Abschluss war die Wanderung zum Svartisen-Gletscher. Ca. zwei Autostunden südlich von Bodo erreicht man Agskaret, die Fährenanlegestelle um sich auf die andere Seite des Sees bringen zu lassen. Das kleine Bötchen setzt schnell über und in gut 45 Minuten Fußmarsch erreicht man Gletscher, den man bereits vom Boot aus bewundern konnte. Blitzblaues gefrorenes Wasser erstreckt sich majestätisch über einem. Einer der Momente, in denen man sich klein und vollkommen unwichtig für diese Welt fühlt. Braucht man auch manchmal, diesen Reminder.

Trainride nach Trondheim

Trondheim, die drittgrößte Stadt Norwegens war einst die Hauptstadt des Landes und ist wegen des Nidaros-Doms ein weltbekannter Wallfahrtsort. Für mich war es nach sieben Monaten in Isoliertheit  der Eintritt zurück in die Zivilisation. Nach guten 10 Stunden Panorama-Zugfahrt erreichten wir das Zentrum und unsere kleine aber feine Unterkunft. Wir gönnten uns zwei Tage Stadtbummeln und schlenderten entlang der am Wasser gelegenen kleinen Gassen und bunten Häusern, dinierten ein letztes Mal (und eigentlich nur zweites Mal auf unserer Reise) bei feinem Essen, träumten vor uns hin beim Fenstershopping und verbrachten einen tränenreichen Filmnachmittag in unserem Airbnb-ZuHause. Zugegeben, unser Trondheim-Besuch war eher ein untypischer Städtetrip, für uns war es aber genau das Richtige um die dreiwöchige Reise durch Nordnorwegen abzuschließen. Trondheim ist auf jeden Fall ein Besuch wert und sollte bei jeder Norwegen-Reise mit eingeplant werden.

 

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[ENG]

The North Cape – there and back again

Like a lot in my life, the idea of traveling all the way up to the North Cape came up quite spontaneously. Actually, the whole trip was a rather spontaneous and yet planned well in advance (especially the return plane ticket and the rental car were organized at the beginning of the year). I don’t think there are many people who are willing to spend three weeks at a stretch with me in a car, equipped with backpack and tent. Three weeks, 24/7, the friendship has to be something very special, otherwise you’ll go crazy, right? Looking back on our trip in Arctic Circle I have to say: the road trip was much more than 3000 kilometers across North Norway, to the North Cape, zigzagging through the Lofoten and from Bodo to Trondheim. It was a journey that put our friendship to the test and took it to another level. This holiday was a fitting conclusion to my Norway adventure, the longest time I have ever been away from home. And as I write these lines I enjoy the Austrian summer, recover from 24/7 daylight and daydream a time which was so different from what I have experienced and seen so far in my life and already feels like it has been ages since I called the North of Europe my home.

But now to the actual part of this blogpost. When you think of Norway, it immediately comes to your mind that a holiday is actually quite impossible from a financial point of view. However, I only thought once or twice that the trip will be pretty expensive and only then when it came to the rental car. If you don’t own a camper, you can’t get around a rental car. The public transport network in northern Norway is literally “non-existent”. Despite the fact that the rental car cost a good €12000, the holiday was at the bottom line relatively cheap. With a tent and low demands on food and comfort, you can save money in Norway. Known as the country of “everyone’s right”, makes it possible to camp at night almost everywhere where “camping is not forbidden” (and of course on private ground). Due to the very bad weather we allowed ourselves a hot shower and a dry and warm bed more often than we thought. From youth hostels to quaint old fishermen’s huts, you will find everything in Norway, even if it is very sporadic. We visited the Lofoten still in the low season and therefore were quite happy with free rooms – I imagine it quite difficult to get something spontaneously in advance in the high season though.  

Our journey began in Djupvik on the Lyngen fjord. Theresa had picked up the rental car at the airport in Tromso and then picked me up 300 kilometers to the north. From there we went all the way up to the North Cape. I happily confirm after this trip that the Via Scandinavia (E6) is one of the most scenic panoramic routes in Europe. Unfortunately, the weather was not merciful with us – we could only admire the North Cape (the geographical and not tourist one, which is located on 71° 11′ 08″ northern latitude and approx. 1.5 kilometers on a headland) unfortunately only from the car. Yeah, we had some bad luck with the weather. We didn’t want to pay 30 Euro parking fee, just to see the wrong end of the world and planned on hiking to the geographic end. After the rain had put a stop to our plans, we only got a short selfie with a street sign as souvenir. The journey was still funny and we saw it, the end of Europe (even though only from the car).

We had more luck with the weather two hours’ drive south when we set off for the hike to the Alta Canyon. A beautiful hiking trail leads through the tundra of Finnmark to the largest canyon in Northern Europe. Also, in summer you have to be prepared for some things – the hiking trails are partly very muddy, lead over snow fields and rivers (and if it is said in the route description that you have to cross the river, it can well be that you have to take off your shoes and pass it). The view of the canyon is quite impressive, provided you find the viewpoint. A high on the Norwegian signposts, which require a lot of imagination and orientation (if I hadn’t had Theresa with me, I would probably still be in Norway now due to a lack of sense of orientation and/or would certainly have lost my way several times). The first 14 kilometers of our journey were complete, including reindeer safari and half-frozen toes.

Why the hell not? A short trip to Finland

If you follow the Via Scandinavia from the North Cape to the south (I happily repeat myself – the panorama drive is breathtaking, especially along the Lyngen Fjord) and keep an eye on the road, you realize that the Finnish border is not far away. Since the weather forecast for the next few weeks was not really inviting for hiking in Lofoten, we spontaneously changed our plans and ventured into the neighbouring country. After studying in Finland for a semester, it was like “coming home” for us. Arrived in Kilpisjärvi we treated ourselves with Korvapuusti (Finnish cinnamon buns) and pitched our tent at the nearby lake Kilpisjärvi. Unfortunately, there is not much to see in the area, but if you want to hunt the northern lights in winter you are definitely right here: vast landscape, no civilization or stray light. The best conditions to marvel at the magical lights in the sky.

Cappuccino in Harstad

If you take the country road towards Lofoten, you can make a detour to Harstad or Trondenes, where the oldest stone church in northern Norway is located. Yes, and because the weather was really great again, we made ourselves comfortable in a coffee house (enjoyed really expensive coffee) before heading to church. Frustration cappuccino, so to speak. But I’m thinking, as long as it wasn’t alcohol…

To °A, the end of the world

Our time at the Lofoten is actually the prime example on how plans do not always go the way one imagined. Two weeks of hiking holidays turned into two weeks of island exploration. We certainly know now every street and every little stone. There is a reason why the Lofoten is world-famous. An incredibly fascinating archipelago (almost 80 in total) ranks west of the mainland, of which we were on the three main islands. The region is 600 million years old and offers unbelievable panorama roads and white sandy beaches as well as countless hikes and climbing routes, fishing villages and nature. Lots of nature. Fortunately, the distances at the Lofoten are not as extreme as in the rest of the country, which allowed us to zigzag up and down, hoping to get away from the bad weather. Looking at the weather statistics of the Lofoten, it should rain the least compared to the other months of May and June. Maybe we just had bad luck, or it was really relatively little, but then I really don’t want to know how mixed the remaining 10 months of the year are. In any case, at least two layers were put on every day (including thermal underwear) – the rain protection and the cap were of course not to be missing. Memo to myself at this point: Buy rain trousers! And so, we drove from place to place every day, did some hikes, visited museums, ate lots of Kanelsnur (Norwegian cinnamon and cardamom buns) and enjoyed the solitude of togetherness. Due to simplicity, here comes a small list of the things, which one must have made and seen on the Lofoten (no matter how the weather is like – one must simply do it!).

  •  Svlovaer: Hike on the Glomtinden. Even though the summit is easy and fast to reach (and you can see the tour as a warm up hike), the view of the mountain ranges of the Lofoten
  • Henningsvaer: climbing café and candle café (if you are not climbing at the Lofoten and use Henningsvaer as a starting point for various climbing activities). Like so many others at the Lofoten, this small fishing village offers picture-book views and insights into the fishing business (dried cod in abundance, including the smell of fish.
  • Eggum: Coast hike from Eggum to Unstad (actually I wanted to go surfing in Unstad, but I don’t go into the cold water in all weathers). Although the hike is indicated as a “beach hike”, the path is far away from a leisurely walk along the beach. For camping it is also very nice in Eggum – you pay 10 Euro for a pitch/campground, but you have a safe, quiet and wonderful northern bay, which invites you to worship the midnight sun (provided clear sky, which unfortunately was not the case when we were there).
  • Bostad: Viking Museum. Bad weather program and/or good weather program. Predicate valuable. Definitely worth seeing! Even though I didn’t really know much about the history of the Vikings before my trip to Norway, the museum really knocked me out.
  • Bostad: Hike on the Handbergstinden(s). And if you don’t have enough program with a visit to the museum (theoretically you can be on the road for 24 hours, because – it won’t get dark), you can also start the wonderful hike to the summit(s) of the nearby Handbergstinden.
  • Fredvang: Hike to Kvalvika Beach. Highly praised and for good reason. Also possible in bad weather, the hike to Kvalvika Beach. A breathtaking white sandy beach hides uphill after a good three quarters of an hour. The sight suggests that in midsummer, many will probably set up camp for the night on the surrounding meadows. Just a dream, Kvalvika Beach.
  • Hauckland: Beach Beach Beach. Another beach you should take with you is certainly the Hauckland Beach. Actually, camping is forbidden –  however, if you don’t dare, you won’t win. Something like this. And we slept in the car. Nevertheless, wouldn’t you do anything for a nice beach walk the next morning (or for a polardip – which Theresa has bravely done in Hauckland. Because one thing I can tell you for sure: if you haven’t been swimming at least once in the fjord, you haven’t been to Norway).
  • Reine: Walk through Reine (if the weather doesn’t play along for hikes). The picturesque cleanliness is definitely worth seeing, no matter what the weather. Reine is perhaps the most famous village at the Lofoten, at least when it comes to postcard motifs.
  • Reine: Ferry to Vindstad and hike to Bunest Beach. Those who still have not had enough of lonely beaches should definitely take the ferry from Reine to Vindstad and walk to Bunest Beach. As if on a pilgrimage path, countless backpackers walk to this hidden, wide sandy beach. Maybe it’s because Bunest is even easier to reach than Kvalvika.
  • Sandoja (near Fredvang): I repeat myself when I say that the Lofoten are full of white wide sandy beaches. We ended up in Sandoja only by concidence.  After we were looking for a place to sleep for the night in Sandoja and faced numerous “camping forbidden” signs, we decided a few days later to return to this place on earth. The official campsite is quite overpriced and not really charming, but the beach – a dream and due to its northern location certainly a wonderful place to admire the midnight sun. We were unfortunately (once again) not happy about that.
  • Sorvagen: Hike to the Munkebu hut and Hermannsdalstinden. One of the longer and for sure most beautiful hikes we have made (and I now simply claim that the hike up to the Munkebu hut and the following ascent to the highest mountain of the South Lofoten is one of the most beautiful tours ever). Originally, we planned to stay overnight at the Munkebu hut and try the ascent to 1029 meters the next day. Make a guess why we did not do it?
  • °A: Sleep in a traditional fish house in the middle of an old fishing village (which has been converted into a museum landscape). Literally at the ass of the world arrived we indulged ourselves two days a warm shower and a dry bed. The weather was perfect for cultural program and so we spent some hours in the fishing village and learned about the art of fishing. And so quite incidentally we spoiled ourselves with warm Kanelsnur, which were freshly prepared in the old fishing bakery. Bad weather also has its advantages
  • Moskenes: Ferry to Bodo. Our last chance to admire the midnight sun was by sea to Bodo. And this time the weather god was on our side. A wonderful and disturbing spectacle at the same time.

Stop in Bodo, where rivers move in two directions and glacier ice can be touched.

Well, Bodo doesn’t really offers much. But that’s really not bad, because you actually travel to Norway because of the natural spectacle and not because of city trips (at least not in northern and central Norway). After we had actually seen everything there is to see in Bodo, we made our way towards “Saltstraum”, which is praised to be the strongest maelstrom of the world.  The tidal current is worth seeing, especially when the current turns (attention, dangerous half-knowledge – should have happened, but unfortunately, we did not see it – which is probably because we did not want to wait for it and we were already quite enthusiastic about the vortices, which had formed due to the meeting of low tide and high tide). A highlight of our trip and also a pretty nice end was the hike to the Svartisen glacier. About two hours by car south of Bodo you reach Agskaret, the ferry landing stage to be taken to the other side of the lake. The small boat overtakes quickly and in a good 45 minutes’ walk, you reach glaciers, which you could already admire from the boat. Light blue frozen water stretches majestically over you. One of those moments you feel small and completely unimportant to this world. A important reminder from time to time.

Trainride to Trondheim

Trondheim, Norway’s third largest city, was once the capital of the country and is a world-famous place of pilgrimage because of Nidaros Cathedral. For me it was the entry back into civilization after seven months in isolation. After a good 10 hours panoramic train ride we reached the center and our small but fine accommodation. We allowed ourselves two days of city strolling and walked along the small alleys and colorful houses situated on the water, dined one last time (and actually only the second time on our journey) with fine food, day dreamt while window shopping and spent a tearful afternoon watching movies. Admittedly, our visit to Trondheim was rather an atypical city trip, but for us it was just the right thing to complete the three-week trip through northern Norway. Trondheim is definitely worth a visit and should be included in every trip to Norway.

 

Lyngen Lodge at the Lyngen Fjord

 

Via Scandinavia

 

Via Scandinavia

 

North Cape Approach

 

North Cape Selfie

 

Finnmark Tundra (including Reindeers)

 

Finnmark Tundra

 

Reindeer Safari

 

Alta Canyon Approach

 

Alta Canyon Viewpoint

 

Lofoten – Henningsvær

 

Lofoten – Henningsvær

 

Lofoten – Henningsvær

 

Lofoten – Hike Glomtinden

 

Lofoten – Hike Glomtinden

 

Lofoten – Hike Handbergstinden

 

Lofoten – Hike Handbergstinden

 

Lofoten – Hike Eggum to Unstad

 

Lofoten – Unstad Beach

 

Lofoten – Unstad Beach

 

Lofoten – Eggum

 

Lofoten – Eggum

 

Lofoten – Reine

 

Lofoten – Dried Fish

 

Lofoten – even more dried fish

 

Lofoten – Reine

 

Lofoten – Reine

 

Lofoten – Kvalvika Beach

 

Lofoten – Bunes Beach

 

Lofoten – another sandy beach

 

Lofoten – Hauckland Beach Beer Tasting

 

Lofoten – Hike to Hermannsdalstinden

 

Lofoten – Hike Hermannsdalstinden

 

Lofoten – Munkebu Hut, viewpoint to Hermannsdalstinden

 

Lofoten – Mindnight Sun

 

Somewhere near Bodo

 

Svartisen Glacier

 

Svartisen Glacier

 

Cardamom Buns in Trondheim

 

Trondheim Stroll

 

Trondheim Stroll

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